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Hoffmeister auf Sanierungskurs – currentis berät Investor

Weiterer Gesellschafter steigt ein, aber 30 Kündigungen ausgesprochen

Schalksmühle – Mit der Verstärkung durch einen weiteren Gesellschafter, Abbau von Personal und Flächen am Standort am Ramsloh sowie Eingriffen ins Produktportfolio stellt sich die traditionsreiche Firma Hoffmeister Leuchten neu auf.

30 von 83 Arbeitsplätzen fallen in diesem Prozess mit Interessensausgleich und Sozialplan weg. Das ist die bittere Seite des Umbaus, über den die Geschäftsleitung, Altgesellschafter und neue Miteigentümer am Montag informierten.

Zusätzlich zur Familie Garnier, die nahezu alleiniger Gesellschafter des mittelständischen Unternehmens war, steigt voraussichtlich am 24. Juni die Mittelstandsbeteiligungsgesellschaft mbH, Osnabrück, kurz MB, beim Schalksmühler Leuchtenhersteller ein.

„Corona hat uns von den Füßen geholt“, hieß es beim Pressegespräch am Gewerbering. 2020 sei man extrem gut ins Jahr gestartet. Mit Beginn der Pandemie sei das Geschäft auf wichtigen Märkten „innerhalb von Wochen auf Null gefahren“. Beleuchtungsprojekte in Dubai, Katar und Saudi-Arabien platzten ersatzlos weg. Corona-Hilfen erhielt das Unternehmen nicht.

Der Ausweg für Hoffmeister war der Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung im vergangenen Jahr. Ziel sei gewesen, weiter arbeiten und nach einem Investor suchen zu können, wie Martin Buchheister, Rechtsanwalt aus der Lüdenscheider Sozietät Bergfeld und Partner und zuständig als Sachwalter, das Verfahren erklärt.

In Zusammenarbeit mit dem Büro Klepper und Partner aus Hagen, spezialisiert auf Sanierungsberatung, entstand der Insolvenzplan für das Unternehmen, der in der Gläubigerversammlung am 24. Juni Bestand haben muss. Die Aussichten schätze er als unbedingt positiv ein, machte Thorsten Klepper im Gespräch deutlich. Und der Insolvenzplan ist zugleich Voraussetzung für den Einstieg der Investoren aus Osnabrück.

Die Beteiligungsgesellschaft ist spezialisiert auf die Unternehmens-Übernahme aus Insolvenz oder in Fällen – wie bei Hoffmeister – wenn Potenzial vorhanden ist, aber besondere Schwierigkeiten vorliegen.

Der Einstieg „auf Augenhöhe“ mit dem Altgesellschafter sei „keine Übergangssituation, sondern strategisch angelegt“, machten Dr. Peter Friggemann und Friedrich Wilhelm Brinkmeyer seitens der MB deutlich.

Ohne ein Fortführungskonzept, das die laufenden Kosten reduziert, wäre der Einstieg nicht erfolgt, wurde aber ebenso deutlich.

„Hoffmeister 2.0“ ist der interne Begriff, in dem zum einen die wirtschaftliche Sanierung erfolgen soll, zum anderen in technologischer Hinsicht die Produktpalette überarbeitet wird. „Hochwertige Produkte und Dienstleistungen, Made in Schalksmühle und den Vogesen“ will Emanuel Garnier der Abwanderung europäischer Arbeitsplätze nach China gegenüberstellen. Das erfolgt über die Konzentration auf die Hauptsegmente wie die Ausleuchtung von Schwimmbädern, Museen, sakralen Gebäuden oder Industrie und Architektur.

Für die Kunden habe sich im Insolvenzverfahren nichts verändert. Hoffmeister, so die Botschaft Buchheisters, bleibe als verlässlicher Partner am Markt und sehe sich nun gestärkt durch den weiteren Gesellschafter, so der Sachwalter, der die Geschäftsführung in dem Prozess begleitet hat.

Quellenangabe: Lüdenscheider Nachrichten vom 04.05.2021, Seite 15

Initiative Nachfolge des BVMW

Wer zum Generationenwechsel – egal ob inner- oder außerhalb der Familie – ein wertvolles Unternehmen übergeben will, der tut gut daran, gezielt den Unternehmenswert zu entwickeln und gelegentlich zu prüfen, ob dies gelingt. Hier gab Hilmar Welpelo aus dem Hause Currentis GmbH in Osnabrück Tipps und Hinweise, wie der Wert des Unternehmens direkt zu ermitteln ist und welche Zeiträume dafür zu nutzen sind…

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Nachfolge-Check der currentis GmbH

In den nächsten Jahren steht bei 500.000 Mittelstandsunternehmen die Nachfolgesituation an.
Nur 58% der betroffenen Unternehmen verfügen über klare Regelungen zur Unternehmensnachfolge.

Die currentis GmbH stellt in der aktuellen Ausgabe des Oeconomos (Herausgeber BVMW) einen Nachfolge-Check zur Verfügung. Finden auch Sie heraus, ob Ihr Unternehmen bereit für die Nachfolge ist.

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Neustart als Bastra

Das 1946 in Arnsberg gegründete Familienunternehmen mit dem Fokus auf Koch- und Rauchanlagen hat sich mit dem Einstieg der mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MB) neues Kapital besorgt. Ziel ist es, das Geschäft noch weiter auszubauen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Wachstumspotenzial sieht die Geschäftsführung im Bereich der Industrie-Maschinen und im Lebensmitteleinzelhandel. Hier würden immer mehr Frischetheken installiert, an denen die Apparate von Bayha zum Einsatz kommen könnten, meint Chefin Claudia Buse. Sie leitet als geborene Bayha die Geschicke des Unternehmens in dritter Generation.
Bastra GmbH
1946 durch Gustav Bayha und Theodor Strackbein gegründet, zählt Bastra nach eigenen Angaben heute als Hersteller technologisch anspruchsvoller Koch- und Rauchanlagen für Fleisch-, Wurst- und Fischwaren weltweit zu den ersten Adressen. Mehr als 65.000 Anlagen in über 80 Ländern hat das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen bereits installiert – in Handwerk und Industrie. Einen besonderen Stellenwert hat für den Maschinenbauer aus dem Hochsauerland dabei die Nähe zum Kunden sowie ein starker Service. So entstehen immer wieder individuelle Lösungen, die Prozesse nachhaltig verbessern und sicherstellen.

(Quelle: Bastra / fleischwirtschaft.de — ARNSBERG Als „Bastra“ startet die bisherige Bayha & Strackbein GmbH ins IFFA-Jahr.)